Deutsch-Japanischer Simultanaustausch mit dem JZ Heubach
Nach 2017 nahm das Judozentrum Heubach zum zweiten Mal am deutsch-japanischen Simultanaustausch teil. In den ersten beiden Augustwochen verbrachten 64 japanische Jugendliche ihre Zeit in Deutschland, während parallel dazu rund 100 deutsche Jugendliche nach Japan reisten. In München, an der Sportschule Oberhaching, absolvierten die Jugendlichen zunächst ihr erstes Zentralprogramm. Nach dem zweiten Tag in München begann anschließend das Regionalprogramm.
Die japanischen Jugendlichen wurden in Gruppen auf die verschiedenen Bundesländer verteilt und dort von Vereinen sowie Gastfamilien aufgenommen. Auch die Württembergische Sportjugend, die durch das Judozentrum Heubach vertreten wurde, übernahm eine Gruppe mit sechs Jugendlichen, einem japanischen Betreuer und einem Dolmetscher.
Auf dem Weg nach Heubach legte die Gruppe zunächst eine Vesperpause im Wental ein, bevor es weiter nach Heubach zum Empfang im Schloss ging. Stadtrat Thomas Abele begrüßte die Jugendlichen und übergab die Gruppe anschließend an den Stadtführer. Nach einem gemeinsamen Eis ging es schließlich zu den Gastfamilien, die aus Heubach und der Umgebung kamen.
In den folgenden zehn anstrengenden, aber abwechslungsreichen Tagen wartete ein umfangreiches Programm auf die Jugendlichen. Im Tiefen Stollen konnten sie einen Einblick in die Bergbaugeschichte der Region gewinnen und bei einem Besuch in Aalen erhielten sie einen Überblick über die Stadt. Beim Besuch bei Bürgermeister Frederick Brütting bot sich zudem von der Rathausterrasse ein beeindruckender Blick über Aalen.
Weitere Ausflüge führten die Gruppe nach Stuttgart und Ludwigsburg. Dort stand unter anderem eine Schlossführung, ein Spaziergang durch Stuttgart und der Besuch des Mercedes-Benz-Museums auf dem Programm. Vor der Arena des VfB Stuttgart fand außerdem ein Wimpelaustausch mit der Württembergischen Sportjugend statt.
Auch kleinere Städte der Region wurden erkundet. Die Gruppe besuchte Lorch und Königsbronn. In Schwäbisch Gmünd gab es eine Stadtführung, bevor anschließend viel Zeit im Skypark verbracht wurde. Einen besonderen Treffer landete die Gruppe mit dem Besuch in Nördlingen, denn die Stadtansicht diente als Vorlage für einen japanischen Manga.
Neben den zahlreichen Stadtführungen und kulturellen Erlebnissen kam auch der Sport nicht zu kurz. Neben Judotraining, Tischtennis und Handball standen auch Schwimmbadbesuche, Minigolf und Spielgolf auf dem Programm.
Erfreulich unkompliziert verlief auch das Thema Essen. Unerwartet wenige Probleme gab es bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Beim gemeinsamen Kochen wurden unter anderem Maultaschen und Spätzle mit Schnitzel und Soße zubereitet, schwäbische Küche, die bei den japanischen Gästen gut ankam.
Nach zehn intensiven Tagen hieß es schließlich Abschied nehmen. Die Gruppe wurde von den Verantwortlichen des JZ Heubach zum zweiten Zentralprogramm nach Frankfurt begleitet. Dort steht nach der gemeinsamen Abschiedsparty die Rückreise nach Japan an. Doch der Austausch ist damit noch lange nicht beendet: Im kommenden Jahr wird eine Gruppe Jugendlicher des Judozentrums Heubach nach Japan reisen und dort den Gegenbesuch starten.