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Mission 10/1/36: WJV setzt ehrgeizige Ziele für die Zukunft des Judosports in Württemberg

Die Mitgliederzahlen des Deutschen Judo-Bundes (DJB) und des Württembergischen Judo-Verbands (WJV) haben sich in den vergangenen 25 Jahren mehr als halbiert. Besonders auffällig ist dabei, dass die Rückgänge nahezu ausschließlich die Altersklassen bis 14 Jahre betreffen. Dies bedeutet, dass nicht bestehende Mitglieder verloren gegangen sind, sondern über viele Jahre hinweg kontinuierlich weniger Kinder den Weg in die Judovereine gefunden haben.

Noch deutlicher zeigt sich diese Entwicklung im Wettkampfsport: Die Beteiligung an Wettkämpfen in den Altersklassen u10 und u11 ist sogar stärker zurückgegangen als die Mitgliederzahlen insgesamt. Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind mittlerweile auf allen Meisterschaften im WJV deutlich spürbar.

Vor diesem Hintergrund hat das Präsidium des WJV die „Mission 10/1/36“ ins Leben gerufen. Das ambitionierte Ziel lautet: Bis zum Jahr 2036 soll der Verband wieder 10.000 Mitglieder zählen und eine Athletin oder einen Athleten zu den Olympischen Spielen entsenden.

Ein zentraler Baustein auf diesem Weg ist die stärkere Fokussierung auf den Wettkampfsport. Erfolgreiche Judoka sollen als Vorbilder für Kinder und Jugendliche wirken und Begeisterung für den Judosport wecken. Gleichzeitig sollen sportliche Erfolge stärker öffentlichkeitswirksam kommuniziert werden. Darüber hinaus gilt es, die Qualität des Trainings sowie der Trainerausbildung in den Vereinen weiter zu verbessern.

Aus diesem Grund stand beim Maßnahmen-Workshop am 14. Juni 2026 in der KSV SportArena das Thema „Wettkampf“ im Mittelpunkt. Insgesamt 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Vereinsvertreterinnen und Vereinsvertreter sowie Referentinnen und Referenten des WJV – folgten der Einladung, um gemeinsam konkrete Maßnahmen für die Zukunft des Judosports in Württemberg zu erarbeiten.

Nach der Begrüßung durch WJV-Präsident Gerd Lamsfuß und WJV-Vizepräsident Leistungssport Ingo Schäfer führte Dr. Tilo Gold als Moderator durch die Veranstaltung.

In drei Arbeitsgruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den folgenden Schwerpunkten:

  • Wettkampf
  • Wettkampforientierte Trainerausbildung und Trainingsgestaltung
  • Stärkung der Wettkampforientierung in den Vereinen durch gezielte Unterstützung des Verbandes

In intensiven Diskussionen wurden zahlreiche Ideen, Maßnahmen und Handlungsvorschläge entwickelt.

Die Ergebnisse des Workshops bilden nun die Grundlage für die weitere Ausarbeitung konkreter Maßnahmen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Verbandes. Das große Engagement aller Beteiligten hat gezeigt, dass die Herausforderungen erkannt sind und die Bereitschaft besteht, gemeinsam an einer erfolgreichen Zukunft des Judosports in Württemberg zu arbeiten.

Der Württembergische Judo-Verband bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlich für ihren wertvollen Beitrag zur Mission 10/1/36.