Seminar mit Großmeisterin Lifen Yang aus Peking
Taijiquan-Woche in Pflaumloch: Bewegung, Begegnung und fernöstliche Tradition
Pflaumloch. Eine Woche lang stand der Rieser Ortsteil ganz im Zeichen der traditionellen chinesischen Bewegungslehre: Unter der Anleitung von Meisterin Lifen Yang, Vertreterin der 6. Generation des Yang-Stils, versammelten sich Taiji-Begeisterte aus ganz Deutschland zu einem intensiven Lehrgang.
Acht Tage lang – mit einer zusätzlichen Station in Meckenbeuren/Brochenzell – widmeten sich die Teilnehmer der Kunst des Taijiquan. Angereist waren Interessierte unter anderem aus Frankfurt, Ulm und Düsseldorf, vereint durch die Leidenschaft für die harmonischen Bewegungsabläufe und die dahinterstehende Philosophie.
Den Auftakt in Pflaumloch bildete ein dreitägiger Kurs zur traditionellen Fächerform (24er), der von Freitag bis Sonntag stattfand. Im Anschluss standen am Montag die vier grundlegenden Techniken Peng, Lü, Ji und An im Mittelpunkt – zentrale Elemente des Taijiquan, die sowohl Kraft als auch Sensibilität schulen.
Am Dienstag fand in Meckenbeuren/Brochenzell ein zusätzlicher Kurstag statt, der unabhängig vom Programm in Pflaumloch organisiert wurde. Dieses Angebot richtete sich insbesondere an Teilnehmer aus dem Bodenseekreis. Initiiert wurde der Kurs von Petra Weber, Taiji-Lehrerin aus dem Umfeld von Günther Öttwös, die ebenfalls großes Interesse an einer Unterrichtseinheit mit Meisterin Lifen Yang hatten.
Neben der intensiven Praxis kam auch die Gemeinschaft nicht zu kurz: Freude, Spaß und das gemeinsame Erlebnis prägten die Woche ebenso wie der Anspruch auf Präzision und stetige Verbesserung.
Die Begeisterung der Teilnehmer reicht bereits in die Zukunft: Für Dezember ist ein weiteres Treffen geplant, wenn Jianchao, der Bruder von Meisterin Yang, einer Einladung von Günther Öttwös nach Riesbürg folgen wird. Auch darüber hinaus sind weitere Besuche vorgesehen: 2027 wird Schwester Lijuan erwartet, und 2028 kehrt Meisterin Lifen Yang erneut in die Region zurück.