Verhalten bei stillem Alarm
Wir freuen uns, dass die ersten beiden Pilotkurse der Schulungsreihe „Verhalten bei stillem Alarm“ erfolgreich durchgeführt werden konnten. Die Kurse sind Bestandteil eines einheitlichen Gewaltpräventionskonzeptes, das wir im Auftrag der Stadt-verwaltung Hockenheim für rund 80 Beschäftigte konzipiert und umgesetzt haben
Ziel und Durchführung der Schulungen:
Die Schulungen sollten die Teilnehmenden auf Basis der aktuellen Gefährdungslage zu strukturiertem, sicherem und rechtlich fundiertem Handeln befähigen.
Sie waren durch sehr hohe Beteiligung und intensive Mitarbeit geprägt.
Zentrale Inhalte und Praxis:
- Strukturierte Intervention: Training der Auslösung des Stillen Alarms sowie der sofortigen Übernahme der Rollen im Interventions-Team (Einsatzleitung Intern – EL, Notruf-Stelle – NR, Absicherung – AS).
- Entscheidungsmatrix: Einordnung von Situationen in die Gefahrenstufen Grün (kontrolliertes Betreten), Gelb (abgestufte Gruppenintervention) und Rot (sofortiger Stopp und Rückzug).
- Verknüpfung mit Aachener Modell und Gefährdungsbeurteilung: Sensibilisierung für die Stufen 0–2 (bauliche Prävention bis verbale Eskalation) mit klarem Vorrang des Eigenschutzes (Stufe 3). Ergänzt durch rechtliche Orientierung zu Hausrecht, Notwehr und Nothilfe.
Fazit: Die beiden Pilotkurse bestätigen die hohe Relevanz von Gewaltprävention am Arbeitsplatz. Auf Initiative von Bürgermeister Beck hat die Stadt Hockenheim dieses wichtige Thema priorisiert. Die durchweg positiven Rückmeldungen zeigen: Die klaren Strukturen (Rollenverteilung, Entscheidungsmatrix) steigern die Handlungssicherheit im Team deutlich. Das Angebot wird als wertvolle Unterstützung für den Alltag wahrgenommen. Die guten Erfahrungen der Pilotgruppen bilden eine solide Basis, um die Standards künftig flächendeckend in der Verwaltung zu etablieren
-Klaus Calcara-