Anpassung der IJF-Regeln
Nach einem Jahr praktischer Anwendung der Kampfrichterregeln, die nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris eingeführt wurden, sowie einer umfassenden Analyse ihrer Auswirkungen auf den Judosport, hat die IJF-Kampfrichterkommission nun ein neues Erklärvideo veröffentlicht. Darin werden die Regeln vorgestellt, die in den kommenden Monaten Anwendung finden. Die Kommission steht unter der Leitung von Armen Bagdasarov und wird von einem international besetzten Expertengremium unterstützt.
Grundsätzlich bleiben die Regeln unverändert. Athletinnen und Athleten auf der ganzen Welt starten somit mit denselben Rahmenbedingungen in die neue Saison, die bereits im vergangenen Jahr gegolten haben. Ergänzend dazu wurden jedoch einige gezielte Präzisierungen und Anpassungen vorgenommen. Diese werden im neu veröffentlichten Video detailliert erläutert und sollen ein einheitliches Verständnis bei Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainern, Offiziellen sowie Judo-Fans sicherstellen.
Das Jahr 2026 markiert einen bedeutenden Meilenstein für den internationalen Judosport: Mit ihm beginnt der olympische Qualifikationszeitraum. Ab dem Grand Slam in Ulaanbaatar werden die Kampfrichterregeln verbindlich festgeschrieben und bis zu den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles nicht mehr verändert. Diese Kontinuität schafft Planungssicherheit und einen klaren Rahmen für alle Beteiligten auf dem Weg zur Olympiaqualifikation.
Die internationalen Regelanpassungen der Internationalen Judo-Föderation werden auch in das nationale Regelwerk des Deutschen Judo-Bundes (DJB) und des Württembergischen Judo-Verbandes (WJV) integriert.
Quelle DJB-Homepage